Version 001, Stand 16. Juni 2011


Fedora 15

Shebang im Initscript verhindert Ausführung von DRBD


Unser Fileserver ist das eigentliche Herzstück unserer gesamten EDV. Er stellt Dateidienste über NFS und Samba zur Verfügung. Ich wüsste keinen einzigen Rechner in unserem Netzwerk, der nicht in irgendeiner Form auf diese Dienste zugreift. Fällt dieses Backend aus, geht gar nichts mehr. Mit anderen Worte: Das Funktionieren dieser Kiste ist für uns überlebenswichtig. Und weil das so ist, ist unser Fileserver kein einzelner Rechner sondern ein Cluster bestehend aus zwei Rechnern, die mittels DRBD und Heartbeat hochverfügbar gemacht wurden. Die folgende Abbildung vermittelt einen Eindruck von dem Aufbau.


Man kann es drehen und wenden wie man will, Hardwareausfälle gehören zu Tagesordnung. Schon des öfteren ist mir ein Trafo kaputtgegangen. Wenn das bei einem so zentralen Rechner geschieht, steht alles solange bis ein neuer Trafo besorgt und verbaut ist. Im günstigsten Fall sind zwei Stunden vergangen. Ja, ich weiß: Natürlich gibt es redundante Netzteile. Aber dann stirbt eben das Motherboard und schon nützt mir mein redundantes Netzteil gar nichts mehr. Nur bei DRBD/Heartbeat ist eben wirklich alles doppelt vorhanden.


Ein weiter Vorteil der Hochverfügbarkeit besteht darin, daß ich die einzelnen Clusterserver sehr einfach upgraden kann. Man stellt einfach den Upzugradenden Rechner aus und sofort übernimmt der verbleibende Clusterknoten. Wenn dann der Versionswechsel vollzogen ist, nimmt man den Rechner wieder in Betrieb. Unmittebar nach dem Hochfahren wird er zum secondary-Node und beginnt seine Datenfestplatte zu synchronisieren. Danach kann man dann den anderen Rechner herunterfahren und upgraden. Und sogleich wird der bereits upgegradete Rechner zum Primary. Im Idealfall haben Sie am offenen Herzen operiert und Ihre User an den Clients haben nichts davon bemerkt.


Oliver Seeburger, Schwalbenweg 13, 32609 Hüllhorst, Deutschland